Universität

Seit Anfang des Jahres 2007 promoviere ich an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Heidelberg. Hauptbetreuer ist der renommierte Politikwissenschaftler Prof. Manfred G. Schmidt. Der Arbeitstitel lautet: "Die Ursachen des Zweiten Geburtenrückgangs und Perspektiven einer nachhaltigen Familienpolitik - Ein verschiedene Theorien integrierender Erklärungsansatz und dessen empirische Überprüfung im internationalen Vergleich"

Das Studium der Politikwissenschaft, der Rechtswissenschaft und der Psychologie an der Universität Heidelberg habe ich 2005 mit dem akademischen Grad Magister Artium (M. A.) abgeschlossen. Auf dieser Seite finden Sie einige der interessantesten Aufsätze meines Studiums sowie einen Auszug meiner Magisterarbeit über "Demografische Umbrüche und die Notwendigkeit einer neuen Familienpolitik".

Demografische Umbrüche und die Notwendigkeit einer neuen Familienpolitik
   =>In diesem Werk geht es um Lösungen für die gravierenden demografischen Probleme unserer Gesellschaft. Der Ende der 1960er Jahre begonnene Geburtenrückgang führt zu einer Verschiebung der Altersstruktur, die unsere wohlfahrtsstaatlichen Institutionen und damit unseren Wohlstand vor große Probleme stellt. Außerdem führt der Geburtenrückgang, wenn die Geburtenrate auf dem niedrigen Niveau der letzten drei Jahrzehnte bleibt, zu einem massiven Bevölkerungsrückgang. In dieser Arbeit wird aufbauend auf einer Analyse der Geburtenrückgänge im internationalen Vergleich die These vertreten, dass sich die Geburtzahl durch familienpolitische Maßnahmen erhöhen lässt. Dafür ist ein konsequentes Umdenken nötig, wobei die Rahmenbedingungen für Familien im Bereich der Kinderbetreuung, der Transferleistungen, der Arbeitsmarktpolitik, der Bildungspolitik und der Rentenpolitik an die Bedürfnisse im 21. Jahrhundert angepasst werden müssen.
   Wie ist das Buch aufgebaut? Es werden anfangs Daten zur Geburtenrate und Bevölkerungsentwicklung dargestellt und ihre Folgen analysiert. Im anschließenden dritten Teil wird der Frage nach der Ethik und dem Begriff Bevölkerungspolitik nachgegangen. Im zentralen vierten Teil dieses Werkes werden dann politische, gesellschaftliche und ökonomische Einflussfaktoren der Geburtenrate untersucht und in einem umfassenden Mehrebenenmodell systematisch dargestellt. Mit diesem viele Variablen einschließenden Modell werden unterschiedliche Epochen des Geburtenrückgangs analysiert und Stellschrauben einer nachhaltigen Familienpolitik herausgefiltert. Zum Abschluss werden 13 konkrete Politikempfehlungen aufgestellt, deren Umsetzung nicht nur die Kinderzahl erhöhen würde, sondern auch vorteilhaft für den Arbeitsmarkt, das Bildungssystem und die Familien wäre. Hier ist als Auszug der Arbeit der komplette vierte Teil veröffentlicht. (2005, Auszug 95 von 205 Seiten)

Immanuel Kants Ideen - umgesetzt in den Verfassungsbemühungen der Europäischen Union
   =>200 Jahre nach Immanuel Kants Tod wird seine berühmte Schrift zum ewigen Frieden von 1795 in Hinblick auf die europäischen Verfassungsbemühungen beleuchtet. Bei dieser für die juristische Fakultät geschriebenen Arbeit wird eine erstaunliche Aktualität Kants für die EU deutlich. In diesem Aufsatz werden im ersten Drittel auch Kants weitere Werke und vor allem seine philosophischen Entwürfe kurz und verständlich vorgestellt. (2002, 48 Seiten)

Entwicklungspolitik - Dieter Senghaas’ Beitrag zur Dependenztheorie
   =>Zwei Theorien haben die entwicklungspolitische Debatte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt: die Modernisierungstheorie, die die Ursache für Unterentwicklung in den Ländern selbst sieht und die Dependenztheorie, die Unterentwicklung als Folge der Einbindung der Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft sieht. Die Dependenztheorie wurde im deutschen Sprachraum maßgeblich von Senghaas verbreitet, sie wird in Abgrenzung zu anderen Theoretikern der ursprünglich lateinamerikanischen "Dependencia" und in Abgrenzung zur Modernisierungstheorie dargestellt. (2002, 20 Seiten)

Reform der Europäischen Union
   =>Der Aufsatz zur EU-Reform von 2001 skizziert die Reformdebatte nach der Regierungskonferenz von Nizza und zeigt sowohl Chancen als auch Probleme auf. Hierbei wird der Beitrag zur Reformdebatte von Werner Weidenfeld besonders analysiert. Zum Schluss wird die Arbeit mit einem langfristigen Ausblick auf die EU der nächsten Jahrzehnte abgerundet. (2001, 32 Seiten)